KlangArt Samuel Heller

KlangArt Samuel Heller

Josef Heller: Ein Nachruf

Josef Heller

Josef Heller

Am vorletzten Donnerstag bakam ich eine Karte eines früheren Schwarms von mir: Die Geburts­anzeige ihres ersten Kindes. Am Abend erhielt ich die Nach­richt, Dädi sei verstorben.

Ein Kreis schliesst sich.

Dädi war ein einfacher, bescheidener Mann, ein Bastler, „en Chlütteri“, „en Chrampfer“. Kaum etwas ging kaputt, ohne dass er es nicht reparie­ren konnte – ja musste. Für uns, seine Kinder, ist das phantastisch: Seinen Drang, Funktionswei­sen auf den Grund zu ge­hen, zu tüfteln, zu opti­mieren übertrug er quasi verlust­frei auf uns. Und: Selber machen macht mehr Spass und ist billi­ger – so sind wir alle kleine Mechaniker ge­worden. Und Maler, Schreiner, Stro­mer, und weiss der Kuckuck was alles noch – eben Bast­ler, „Chlütteris“.

Ein Kreis schliesst sich.

Aber das Ganze würde nicht gehen ohne eine entscheidende Eigenschaft: Der Wille, zu verste­hen, das ewige Bedürf­nis, zu lernen. Dädi wurde nie müde, die Welt zu erklären. Mit uns in Kies­gruben Steinbrecher und Bagger zu besteigen, um die ständigen „wie geht das?“ und warum’s geduldig zu ertragen. Mit uns Bäche mit Stau­dämmen zu verzieren, um uns ein Gefühl für Druck zu geben. Baustellen von Autobahn­brücken un­sicher zu ma­chen, wenn er uns Knöpfen die Statik zu erklären versuchte.

Beim zerlegen und vor Allem zusam­mensetzen revidierter Velos und Töfflis stand er immer mit Rat und Tat zur Seite. Es gibt keine Dichtungen mehr für die­sen alten Töfflimotor? Kein Pro­b­lem: Hier, Dichtungspapier und Messer zum aus­schneiden, Stahlkugeln, um die Schraubenlö­cher zu stanzen.

Ein defektes Auto war seine Materie, und wenn es nicht defekt war, gab es im­mer sonst was am Vergaser zu schrauben oder Bremsen zu entlüf­ten.

Für uns ist es zum eigentli­chen Spass im Leben geworden, die Welt zu erforschen  – und Ant­worten einfach nach zu plap­pern zum absoluten Graus. Nicht nur sel­ber „chlüt­tere“ war bei Dädi ständig an­gesagt – auch selber denken. Für mich persönlich sein wertvollstes Geschenk, das er uns machen konnte! Read the rest of this entry »

Epidemic warning: Outbreak of malicious football virus

Happy I am not to run the risk to end this way:

Epidemic Warning: Outbreak of malicious football-virus

Epidemic Warning: Outbreak of malicious football-virus (pixelio.de)

I must clarify whether it is a possible to file an intelligence rape suit – because I have to listen to all the babble for months. No escape. I don’t want to change my brain with pressurized air. Poor, poor me.

Some time ago I had some thoughts on how to make football more fun and even more profitable, but they didn’t make it. Or, why don’t they play with just one goal? 22 men, constantly putting it in, one by one, the audience could start scream nonstop «GOOOO…» and ending after 2 hours with «…AAALLLLL!!!». Even hardcore hooligans will be out of puff – no riots, no police, no problems. Ecstasy in perfection!

Or, why not 22 goals: isn’t it unfair that only two of the guys got one? Why not to fairgoal? Yes, and 22 fairballs, nicely color coded: Yellow ball, yellow goal, etc. But, uh, no, that may be to difficult. The intellectuals are needed to shout on the tribune, the word has more than four letters and doesn’t start with «f»: «Gooaaal».

However, I must be grateful to be immune. Thanks, Dad!

Video: 650 million years in 120 seconds

Some time ago I found this video on dailymotion.com, which sent me on a real trip. Countless times I watched the video, meditating on it and pondering which meaning my oh so vain ego fulfils in this wonderful world.

Experience perishability in 120 seconds

Get the Flash Player to see the wordTube Media Player.

See how the earth’s face changes in 650 million years. See all your egocentrism crushed by Africa – at least if you live in Europe… (not shure, but the vid might come from BBC)

If you think that someone threatens your little garden and wants to steal your accumulated riches, you should check the correctness of your values – fear is a bad guide. Just for this task the video is perfectly suitable:

First you will start to feel lost. Sometime after that you should have slowly dissolved, floating in a cosmic condition which is not easy to endure. But, slowly, you then should start to feel truly at home – and you’ll get closer to the mystical point of no return. No need to ask for what you want anymore, but to find out who you are…

Just to remind you: Homo Sapiens walks since 300’000 to 400’000 years – that’s not even half a million, while life started about 2500 million years ago and civilization is a few millennia old. Do you really think you control anything?  If you do, then it’s your charity, nothing more.

ZDF-Doku: Finanzkriese 2.0 – nichts gelernt?

Endlich ist es soweit: Die Erkenntnis der Perversion unserer Finanzökonomie hat es in die Mainstream-Medien geschafft! Nachdem die Politik werbewirksam griffige Massnahmen zur Eindämmung der Spekulationsgeschäfte versprach – es dann aber dabei beliess, den Markt mit billigem Geld voll zu pumpen – merken nun langsam auch die Letzten, dass genau dieses billige Geld die neuen Spekulationsblasen schafft.

The gap between rich and poor

The gap between rich and poor

Die Politik gewährt der globalen Hochfinanz eine steuerfreie Wertschöpfung aus einem virtuellen Kapital, das sieben Mal grösser ist wie das des weltweiten, jährlichen Bruttoinlandproduktes, bis das System zwangsweise kollabiert. Im Auftrag der Politik verleihen die Nationalbanken neues Geld quasi gratis und ohne Auflagen den Banken, die es gewinnträchtig in Staaten investieren, die durch den Kollaps bakrott gegangen sind. Somit werden nach den öffentlichen Infrastrukturen ganze Staaten privatisiert.

Zugegeben, der letzte Absatz ist etwas reisserisch – wie anders könnte man etwas auf den Punkt bringen, das nicht mal Fachleute in seiner ganzen Komplexität erfassen. Der Rekord von 140 Milliarden Boni im Jahr 2009 ist ja auch nicht ganz unreisserisch. :)

Etwas ausführlicher geht es in dieser ZDF-Dokumentation zur Sache:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/sendung-verpasst/#/beitrag/video/1042642/Finanzkrise-20—Die-Dokumentation

Für tiefergehende Lektüre kann ich Artikel zum Thema von blog.4st.ch empfehlen. Auch der Film Let’s make money ist ein guter Konsumtipp. Nach überwundener Wut, Übelkeit und Hoffnungslosigkeit checkt doch mal die Bücher in aller Gründlichkeit, um eure Rendite sauber zu halten.

Profit aus unendlichem Wachstum auf einem endlichen Planeten ist schlicht nicht möglich. Das ist etwa so, wie wir die Schuldenkriese mit neuen Schulden bekämpfen. Und in der Medizin wird tatsächlich noch diskutiert, ab wann man hirntot ist – um Volker Pispers zu zitiern.

Der vermutlich einzige Weg, da wieder raus zu kommen, wird eine Geldentwertung sein. Die, die heute unverschämt viel haben, haben dann immer noch viel, während unsereins gar nichts mehr hat. Bliebe zu hoffen, die Vertreter des staatlichen Gewaltmonopols wählen einmal die gerechte und nicht die profitable Seite…

Hedgehog Buskers im l’unique Basel zum dritten

12. May 2010
19:00
L'unique in Basel, Gerbergässlein 20

L'unique in Basel, Gerbergässlein 20

Am Mittwoch, 12. Mai 2010, spielen wir im l’unique in Basel einen weiteren Club-Gig. Zu finden ist es – immer noch – im Gerbergässlein 20, 4051 Basel.

Um 19:00 werden wir loslegen und hoffen auf einen weiteren, lockeren Gig.

Wir freuen auf nettes Publikum!

Exklusives Video: Erschiessung von Zivilisten mit einer 30mm-Kanone – live!

Wenn wir es nicht schaffen, dem ganzen Irrsinn ein Ende zu setzen, wird das wohl in einigen Jahren eine der Überschriften sein, mit denen Medien um Quoten kämpfen. Nichts desto trotz kann man es heute schon sehen – auf Wikileaks. Die Site versucht aufzudecken, was Konzerne und Behörden zu verschleiern versuchen.

Bei diesem Zwischenfall im Irak 2007 waren unter den Opfern auch zwei Reuters-Mitarbeiter. Zwei Kinder wurden verletzt, als ihr Vater einem verwundeten Reporter helfen wollte. Vater und Reporter wurden dabei erschossen. Das als geheim klassifizierte Video wurde nun am 5.4.2010 auf Wikileaks veröffentlicht:

Offizielle Homepage des Wikileaks-Spezialprojekts: www.collateralmurder.com. Das ungeschnittene Video (38 Min) ist hier zu finden.

Es spritzt kein Blut wie in gängigen Filmen, es sind keine Geschlechtsteile zu sehen, das Video sollte jugendfrei sein. Also keine Angst beim Hinschauen, es ist nichts zu sehen! Man kann sich nur vorstellen, wie ein 30mm-Geschoss einen Körper zerfetzt. Cool aus einem Helikopter, rechnergesteuert treffsicher aus vielen hundert Metern Entfernung. Hübsch, nicht? Was Technik alles kann, faszinierend.

Kein Wunder, dass Völker, wirtschaftlich und militärisch dermassen dominiert und in ihren eigenen Interessen übergangen, sich zur Wehr setzen. Und wie sollten sie das tun, wenn nicht mit Guerilliataktik, Terrorismus und Fanatismus als Mittel des Zusammenhalts?

Immerhin hat das Video nach einer Woche bereits 5.5 Mio Aufrufe. Es scheint mir sinnlos, auf diesem einzelnen Fall herumzureiten, aber er zeigt Eindrücklich die Realität des Menschseins, die nach wie vor animalisch ist: «Nice shot – Yeah, got them…» Auch nach zehn Jahren sind wir noch nicht im dritten Jahrtausend angekommen – obwohl heute in zehn Jahren soviel passiert wie früher in einem ganzen Jahrtausend.

Unterstützen wir Wikileaks! Zur Zeit wohl die beste Plattform für unbequeme Wahrheiten, seit wir auf den heute quotendominierten Journalismus nicht mehr zählen dürfen.

Ich will nicht parteisch sein. Im Krieg ist kein Soldat zimperlich, hier werden 9 Marines umgebracht:

Krieg ist eine hochdynamische Angelegenheit, Entscheidungen auf Leben und Tod müssen in kürzester Zeit gefällt werden – Fehler passieren da früher oder später. Manchmal erwischt es so auch die eigenen, Remote-War sei dank:

Krieg ist so ein verdammtes Scheissbusiness – ausser für die Ökonomie – dass ich nicht verstehen kann, weshalb Arbeiter und Bauern nicht die fettgefressenen Machthaber aufeinander hetzen, die ja das ganze Trallalla anzetteln. Das System Krieg ist so unzulänglich, dass man es um jeden Preis vermeiden sollte! Mindestens so lange, wie die Andern nicht anderer Meinung sind, nicht war?

bluesalot.ch im Stadtpark Rheinfelden

28. April 2010
20:00

Am 28. April 2010 spielen wir im Stadtpark Rheinfelden einen Vollmondgig an der Vollmondnacht. Ich hoffe inständig, dass die Polarausrüstung bis dahin nicht mehr unbedingt nötig ist! Man sieht sich…

Rheinfelden Stadtpark

Rheinfelden Stadtpark

Frozen people in Europe: Just a small question

kissing sleeping bags

What may a man dream freezing to death? This... (picture source)

Governments donated billions to the financial industry, and so managers and their bodyguards, villas, security cams, pools and bank accounts got subsidized in a way farmers would never dream of.

For a really real small-small part of that money it would have been possible to buy some sleeping bags for all these men and women who had to freeze to death in this winter: 212 since November 2009, up to now, in Europe.

It’s a shame! Why don’t we do that?

Sleeping bag

... or that?

I think, the answer is only logical: All who are in responsibility think in resources: money, oil, accounts, pools, human resources etc. So you have frozen resources? Don’t panic – just defrost it! No resource need a sleeping bag. Beside the upper ten thousand when they go camping.

But they are not a resource, they are God. And God made it that way…

Hedgehog Buskers im UNION Basel

31. December 2009
21:00to21:45

Wir spielen am 31. Dezember 2009 im UNION Basel. Details zum Anlass sind hier zu finden. Es spielen noch tamilische Keyboardschüler und eine Afrofunk Band – es wird also bestimmt ein bunter Anlass. Wie sich das gehört…

UNION Basel, grosser Saal

UNION Basel, grosser Saal

Link zur Hedgehog Buskers Site

The Hedgehog Buskers im l’unique Basel

9. December 2009
21:00

Mit einer Vorwarnung von nur 2 Tagen spielen wir am 9. Dezember 2009 im l’unique in Basel einen kleinen Club-Gig. Zu finden ist es im Gerbergässlein 20, 4051 Basel.

Um 21:00 werden wir wieder mal rein akustisch spielen, also true unplugged und freuen uns auf einen kleinen, feinen, netten Gig mit grossem, feinem, nettem Punlikum. :)

Cya out there!